Tschüss ChatGPT, Hallo Gemini: Warum ich gewechselt habe

Lange Zeit war ChatGPT das Synonym für künstliche Intelligenz. Auch für mich war es der tägliche Begleiter, der erste Tab im Browser und die App, die ich öffnete, wenn ich nicht weiterwusste. Es war der Pionier, der uns allen zeigte, was möglich ist.

Aber die Technologie entwickelt sich rasend schnell, und Treue ist im Tech-Bereich oft ein Hindernis für Produktivität. In den letzten Wochen hat sich mein Setup grundlegend geändert: Ich habe ChatGPT den Rücken gekehrt. Mein neuer "Daily Driver" ist Gemini.

Warum ich gewechselt habe? Es war keine Bauchentscheidung, sondern das Ergebnis von vier klaren Vorteilen, die meinen Arbeitsalltag spürbar verbessert haben.

1. Recherche, die wirklich funktioniert

Eines der größten Probleme von Sprachmodellen war lange Zeit die "Halluzination" – das Erfinden von Fakten. Während ChatGPT hier zwar besser geworden ist, spielt Gemini eine ganz andere Karte aus: Die nahtlose Integration der Google-Suche.

Wenn ich Gemini nach aktuellen Themen, technischen Daten oder Marktrecherchen frage, bekomme ich nicht nur eine gut formulierte Antwort, sondern fundierte Informationen, die oft direkt mit Quellen belegt sind. Die KI greift auf den aktuellen Wissensstand des Internets zu, nicht auf einen veralteten Datensatz. Das spart mir den Schritt, jede Aussage nochmal manuell "nach-googeln" zu müssen.

2. Die Qualität der Ergebnisse

Am Ende des Tages zählt der Output. Und hier hat mich Gemini in letzter Zeit einfach mehr überzeugt. Die Texte wirken oft weniger roboterhaft und nuancierter.

Egal ob es um Coding-Hilfe, das Umformulieren von E-Mails oder Brainstorming für neue Projekte geht – die Antworten fühlen sich präziser an und treffen häufiger "den Nagel auf den Kopf", ohne dass ich fünfmal nachhaken muss (Prompt-Engineering). Es versteht den Kontext oft schneller und liefert Ergebnisse, die ich direkt weiterverwenden kann.

3. Der Gamechanger: "Telefonieren" mit Live-Video

Das hier ist für mich das "Killer-Feature", das viele noch gar nicht auf dem Schirm haben. Die mobile App von Gemini und die Funktion Gemini Live haben die Art, wie ich interagiere, verändert.

Es ist nicht mehr nur Tippen. Ich kann mit der KI sprechen wie bei einem Telefonat – flüssig, mit Unterbrechungen, völlig natürlich. Aber das Beste ist die multimodale Fähigkeit: Ich kann die Kamera nutzen.

  • Ich zeige der Kamera ein technisches Problem an einem Gerät? Gemini erklärt mir, was ich sehe.

  • Ich filme eine Skizze auf meinem Notizblock? Gemini digitalisiert die Idee oder erweitert sie.

Diese visuelle "Live-Hilfe" ist im Alltag extrem hilfreich und fühlt sich an, als hätte man einen Experten in der Tasche, der einem über die Schulter schaut.

4. Das Preis-Leistungsverhältnis

Zu guter Letzt: Der Preis. Während man bei der Konkurrenz oft nur für die KI bezahlt, ist Gemini (in der Advanced Version) oft Teil des Google One Abos.

Das bedeutet, ich bekomme nicht nur das leistungsfähigste KI-Modell, sondern auch 2TB Cloud-Speicher und weitere Vorteile in einem Paket. Wenn man ohnehin im Google-Ökosystem unterwegs ist oder Cloud-Speicher benötigt, ist das Angebot rechnerisch kaum zu schlagen.

Fazit

ChatGPT hat den Weg geebnet, aber Gemini hat für mich aktuell die Nase vorn. Die Kombination aus tiefer Google-Recherche, starken multimodalen Funktionen (Video/Sprache) und einem fairen Preismodell macht es für mich derzeit zur KI of Choice.

Hast du Gemini schon ausprobiert oder bist du noch im "Team ChatGPT"? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

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